Wissenschaft & Bildung

Nach höchsten Qualitätsstandards zu produzieren, ist für die Reine Lungau Bauern eine große Aufgabe. Um die verschiedenen Qualitätskriterien einhalten zu können und Wissen für nächste Generationen daraus zu gewinnen, wird das Projekt umfassend wissenschaftlich begleitet. Dabei dürfen wir in den Bereichen Biodiversität, Fütterung, Tiergesundheit und Umweltschutz auf die fachliche Unterstützung der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein sowie Experten der Umweltschutzstiftung WWF zählen.

Um nach höchsten Qualitätsstandards und weit über die normalen Bio-Kriterien hinweg Landwirtschaft nach regionaler Prägung betreiben zu können, braucht es wissenschaftliche Unterstützung.

Für die Lungauer Milchbäuerinnen und Milchbauern stellt das Projekt „Reine Lungau“ eine Chance dar, Qualitätsmilchprodukte herzustellen und dadurch langfristig wirtschaftlich zu bleiben. Um das mutige Produktionsverfahren besser umzusetzen und darüber hinaus weitere Verbesserungen für die Region, wie auch gesamtökologisch zu erreichen, wird eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt. Hierbei ist es insbesondere wichtig die Futtermittelversorgung durch Ressourcen- und Flächenmanagement neu zu organisieren, Neuzüchtungen anzustreben und regionales Saatgut zu verwenden. Zudem werden Biodiversitätsflächen angelegt und Maßnahmen zum Schutze des Braunkehlchens etabliert. Um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, werden neue Produktenwicklungen zur Verwertung der Altkühe angestrebt. Alle Ergebnisse werden umfassend kommuniziert, um so anderen Landwirtinnen und Landwirten Zugang zu den erarbeiteten Methoden zu gewähren, damit auch diese ökologisch und zugleich wirtschaftlich arbeiten können.

Hauptziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es die Reine Lungau Bauern bei der Umsetzung der Qualitätskriterien zu unterstützen. Eine Vernetzung zwischen Forschungs- und Bildungsanstalten und den bäuerlichen Betrieben sowie dem Verein Reine Lungau sorgt für den notwendigen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse des Projekts in die breite Bevölkerung getragen werden.